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Ein neues Patrozinium

Aufruf zum Mitdenken und zur Mitgestaltung

Wir suchen einen Namen für das Patronat unserer neuen Pfarrei, und bitten alle, mitzumachen.
Bis zum Ende der großen Ferien bitten wir um Vorschläge. Die Patronate der einzelnen Kirchen im pastoralen Raum bleiben natürlich erhalten.
Der Bischof empfiehlt, der Pfarrei den Namen der Pfarrkirche zu geben. Wir denken , dass ein neues Patrozinium für den gesamten Pastoralen Raum eine bessere Identifikation für alle und damit eine größere inspirierende Kraft haben könnte.
Das neue Patronat sollte einen Bezug zum Leben in unserem pastoralen Raum haben und für alle beteiligten Gemeinden gleichermaßen sinnstiftend sein. Dann können wir dazu mit dem Bischof in Dialog treten. Zu jedem Vorschlag brauchen wir also auch eine Begründung, warum sich unser pastoraler Raum mit diesem Patronat identifizieren kann.
Bitte übergeben Sie Ihre Vorschläge an den Pfarrgemeinderat. Hier werden die Vorschläge eingestellt und auch regelmäßig vervollständigt. Im Herbst wird dann im Pastoralausschuss über das Patrozinium beraten werden.
Information vom Pastoralausschuss

Eingereichte Vorschläge

Vor 70 Jahren ermordeten die Nazis den Jesuiten Alfred Delp

Vordenker mit mutigem Lebenszeugnis

Es fehlten nur wenige Wochen bis zum endgültigen Zusammenbruch des Dritten Reichs, doch der Volksgerichtshof machte mit Alfred Delp kurzen Prozess: Dass sich der Jesuit als theologisch-soziologischer Denker in der Widerstandsgruppe "Kreisauer Kreis" betätigt hatte, jener Denkfabrik um Helmuth James Graf von Moltke, die für einen deutschen Neuanfang nach dem Sturz der Nationalsozialisten plante, machte den 37-Jährigen zum Hochverräter. […]

Als Sohn eines protestantischen Kaufmanns und einer katholischen Mutter wurde Delp 1907 in Mannheim geboren. Leidenschaftlich engagierte er sich im rheinland-pfälzischen Lampertsheim, wo die Familie ab 1914 wohnte, in der katholischen Jugendarbeit. Sein Gemeindepfarrer förderte die intellektuelle Begabung des Jugendlichen. Direkt nach dem Abitur trat Delp entgegen den Wünschen seiner Eltern in den Jesuitenorden ein. Während seiner Studienzeit war Karl Rahner, der später als Konzilstheologe bekannt werden sollte, sein Lateinlehrer. Es folgen Studien im In- und Ausland, für einige Zeit war er in der Jesuitenschule Kolleg Sankt Blasien tätig.

Abgrenzungen zum NS-Staat

Nachdem ihm die Nationalsozialisten ein Promotionsstudium an der Universität München verweigerten, kam Delp zur NS-kritischen Jesuitenzeitschrift "Stimmen der Zeit". Gleichzeitig entwarf er in Predigten in Abgrenzung zum NS-Staat seine Vision eines solidarischen Christentums und einer humanen Gesellschaft.

Delp war zugleich ein scharfer Kritiker einer selbstzufriedenen, verbürgerlichten Kirche. Er forderte einen "drängenden missionarischen Dialog mit dieser Zeit". Die Kirche dürfe nicht "Misstrauen gegen die schöpferischen Kräfte der Menschen" hegen. Der Jesuit war überzeugt: "Es wird kein Mensch an die Botschaft vom Heil und vom Heiland glauben, solange wir uns nicht blutig geschunden haben im Dienste des physisch, psychisch, sozial, wirtschaftlich, sittlich oder sonst wie kranken Menschen."

Vermittelt durch den Münchner Jesuitenprovinzial Augustin Rösch kam Delp in Kontakt mit dem Kreisauer Kreis. Wie groß sein Einfluss dort war und wie oft er an Treffen teilnahm, bleibt unter Historikern umstritten. Sicher ist, dass Delp kein konkretes realpolitisches Programm für die Zeit nach Hitler entwarf, sondern eher Gedanken für die sozialphilosophischen Fundamente eines neuen Deutschlands beisteuerte. Delp hoffte auf einen "Humanismus im Namen Gottes", auf ein Erwachen des Menschen zu seinen Werten und Würden.

"In einer halben Stunde weiß ich mehr als Sie"

Nach der Verhaftung Moltkes und vor allem nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg geriet Delp ins Visier der Gestapo. Weil sich in Stauffenbergs Notizbuch Delps Name fand, wurde er verdächtigt, an der Verschwörung des 20. Juli beteiligt gewesen zu sein. Was aktuellen Forschungen zufolge indes nicht der Fall war.

Am 9. und 10. Januar 1945 machte ihm der oberste NS-Richter Roland Freisler wegen Hoch- und Landesverrats den Prozess. Delp selbst spürte, wie er es nach der Verurteilung formulierte, schon "bei den ersten Fragen die Vernichtungsabsicht. Es war alles fertig, als es anfing." Am 11. Januar 1945 verkündete Freisler das Todesurteil.

Mit gefesselten Händen verfasste der Pater in den ihm verbleibenden Wochen zwischen Verhaftung und Hinrichtung Briefe, Meditationen und Abhandlungen. Ein geistliches Testament. Sein Glaube und sein tiefes Gottvertrauen waren bis zuletzt ungebrochen. Als er am 2. Februar 1945 zum Galgen geführt wurde, soll er dem Gefängnisseelsorger zugeflüstert haben: "In einer halben Stunde weiß ich mehr als Sie."

Von Volker Hasenauer (KNA)

Aus: https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/vordenker-mit-mutigem-lebenszeugnis

Patron der Ehrenamtler

Der heilige Benedikt Menni, dessen Gedenktag wir am 24. April feiern, war ein treuer Nachfolger des heiligen Johannes von Gott. Mit seinen Worten und Taten machte er sich zu einem Verkünder des Evangeliums der Barmherzigkeit und zu einem Propheten der neuen Hospitalität.

Herkunft und Berufung zum Barmherzigen Bruder

Benedikt Menni wurde am 11. März 1841 in Mailand geboren. Noch am selben Tag wurde er auf den Namen Angelo Ercole getauft. Fast scheint es so, als ob in dem Doppelnamen, der ihm gegeben wurde, Geist und Kraft des künftigen Heiligen vorweggenommen worden wären (Angelo bedeutet Engel, Ercole Herkules).

Als Fünftes von 15 Kindern des Ehepaares Luigi Menni und Luisa Figini, wuchs er in einem behüteten und liebevollen familiären Umfeld auf, das sein menschliches und geistiges Wachstum förderte.

Benedikt Menni fühlte sich schon früh zu Gott hingezogen: Sensibel und hellhörig für die Bedürfnisse seiner Mitmenschen, gab er eine sichere Arbeit in der Bank auf, um sich der Versorgung und Pflege der Kriegsverletzten bei der Schlacht von Magenta hinzugeben.

Dort lernte er die Barmherzigen Brüder kennen. Ihr selbstloser Einsatz erfüllte den jungen Angelo mit solcher Bewunderung, dass er mit 19 Jahren beschloss, in den Orden einzutreten. Im Orden erhielt er den Ordensnamen Benedikt, mit dem wir ihn heute als Heiligen verehren. Ausbildung und Tätigkeit im Orden

Die Ausbildung zum Krankenpfleger und dann das Studium der Theologie machten aus dem jungen Ordensmann eine starke geistige und geistliche Persönlichkeit, der im Orden schon bald wichtige Aufgaben übertragen wurden.

In Spanien, der Wiege des Ordens, war das Werk des heiligen Johannes von Gott im Zuge politischer und sozialer Wirren praktisch ausgelöscht worden. Es brauchte einen neuen Impuls, und dieser Impuls wurde vom heiligen Benedikt Menni gesetzt. 1867 nach Spanien entsandt, gelang es ihm nach zäher Arbeit, den Orden der Barmherzigen Brüder wieder aufzubauen. Zudem gründete er eine Schwesterngemeinschaft, die Hospitalschwestern vom Heiligen Herzen Jesu, die sich psychisch kranker und armer Frauen annehmen sollten.

Seine Großherzigkeit, sein Wagemut und seine Hingabefähigkeit halfen ihm, viele Schwierigkeiten zu überwinden und wirksame Initiativen zum Wohl kranker und armer Menschen zu ergreifen.

Wiedererbauer des Ordens der Barmherzigen Brüder

Seine größte Tat bleibt zweifelsohne die Wiederrichtung des Ordens in Spanien. Schon kurz nachdem er von Generalprior P. Giovanni M. Alfieri mit dem Segen von Papst Pius IX. nach Spanien gesandt wurde, gelingt es ihm 1867 in Barcelona ein Kinderkrankenhaus zu eröffnen. Danach arbeitet er 36 Jahre lang zäh am Wiederaufbau des Ordens in Spanien, Portugal und Südamerika.

Von Beginn an scharen sich andere entschlossene Männer um ihn, die ihn in seinem Unternehmen unterstützen und mit der Zeit immer zahlreicher werden.

Gründer der Hospitalschwestern

Als Benedikt Menni 1878 nach Granada kommt, lernt er dort zwei tatkräftige, junge Frauen kennen, Maria Josefa Recio und Maria Angustias Giménez, die zusammen mit ihm 1881 den Grundstein für eine neue Schwesterngemeinschaft legen, deren künftige Mission die Betreuung psychisch kranker Frauen ist. In Ciempozuelos bei Madrid entsteht das Mutterhaus der neuen Gemeinschaft, die den Namen "Kongregation der Hospitalschwestern vom Heiligen Herzen Jesu" erhält und 1901 vom Heiligen Stuhl anerkannt wird. Ihr Motto lautet: "Beten, Arbeiten, Ertragen, Leiden, Lieben und Schweigen."

Die Schwesterngemeinschaft breitet sich schon bald über Spanien hinaus aus. Es entstehen Werke in verschiedenen europäischen Ländern, in Lateinamerika, Afrika und Asien. Heute führen die Schwestern mehr als 100 Einrichtungen in 24 Nationen. Benedikt Menni gibt ihnen über 30 Jahre lang wertvolle Impulse in der Ausbildung und geistlichen Leitung.

Visitator und Generalprior des Ordens

Das imposante Lebenswerk des heiligen Benedikt Menni gipfelt in der Berufung durch den Heiligen Stuhl zum Apostolischen Visitator des Ordens (1909-1911) und anschließend in der Ernennung zum Generalprior (1911). Doch auf dieses Amt muss er schon bald darauf aufgrund ordensinterner Diskrepanzen und seines angeschlagenen Gesundheitszustandes verzichten.

Benedikt Menni verbrachte seine letzten Lebensjahre in Frankreich, wo er in sehr bescheidenen Verhältnissen lebte. Er starb am 24. April 1914 in Dinan.

Aus: https://www.barmherzige-brueder.at/site/barmherzigebrueder/aktuelles/article/33962.html

Der Heilige Christophorus ist ein Märtyrer und einer der Vierzehn Nothelfer. Er wird meist als Riese mit einem Stab dargestellt, der das Jesuskind über einen Fluss trägt. Historisch Dokumente über den Heiligen liegen zwar nicht vor, jedoch wird ein authentischer Kern der Existenz eines frühchristlichen Märtyrers weiterhin angenommen (siehe: Martyrologium Romanum, 25. Juli). Sein Gedenktag ist der 25. Juli (in Deutschland am 24. Juli).

Heiliger Christophorus

In der Jahrhunderte lang weit verbreiteten Passio östlicher Tradition hieß Christophorus eigentlich zuerst Reprobus und war ein menschenfressender Kynekephale (Hundsköpfiger; das kann auch als Fehlübersetzung der überlieferten Herkunft, aus Kanaan, entstanden sein). In Samos in Lykien soll er die Taufe empfangen haben und durch die Gnade Gottes die menschliche Sprache empfangen haben. Seitdem hieß er Christophorus und wirkte als Missionar viele Wunder. Er wurde später festgenommen und vom König in das Gefängnis gesteckt. Zwei Huren sollten ihn verführen und vom Glauben abbringen. Das Unternehmen klappte allerdings nicht, denn die zwei bekehrten sich. Darauf wurde er gemartert, was aber an seiner Gesinnung nichts änderte, worauf der König ihn enthaupten ließ.

Die Leidensgeschichte des Christophorus wurde später, vor allem im Westen, um eine weitere Legende erweitert. Der Riese Offerus wollte dem größten Herrscher dienen und trat in den Dienst eines Königs, der allerdings Angst vor dem Teufel hatte. Dadurch wollte Offerus dem Teufel dienen, der allerdings Angst vor dem Kreuz hatte, worauf Offerus erkannte, dass dieser der größte Herrscher war. Er wollte Christus suchen und traf auf einen Einsiedler. Dieser erklärte ihn, dass Christus der höchste König ist, dem man am besten dienen könne, wenn er die Leute über einen gefährlichen Fluß bringe. Offerus befolgte den Ratschlag und baute sich eine Hütte an einem Fluß. In einer Winternacht kam Christus als Kind zu ihm und bat ihm, ihn über den Fluß zu tragen. Er ergriff das Kind und den Stab und trug ihn über den Fluß. Allerdings wurde das Kind zu einer sehr schweren Last und gleichzeitig schwoll der Fluß mächtig an, sodass er vom Kind getauft wurde und "Christophorus" genannt wurde. Am Ufer erkannte er, dass das Kind Christus war.

Aus: http://www.kathpedia.com/index.php/Christophorus

Edith Stein wird am 12. Oktober 1891 in Breslau als Kind einer jüdisch-orthodoxen Familie geboren. Sie ist die jüngste Tochter von Siegfried und Auguste Stein. So wächst Edith ab ihrem zweiten Lebensjahr ohne Vater auf. Bereits früh fällt Edith als überdurchschnittlich intelligent auf, so dass sie vorzeitig eingeschult wird. Auch in der Schule zeichnet sie sich durch besonders gute Leistungen aus.

Als Jugendliche distanziert sie sich immer mehr vom Glauben an Gott: „Ich habe mir das Beten ganz bewusst und aus freien Entschlüssen abgewöhnt“, erzählt sie im Rückblick auf einen längeren Aufenthalt bei ihrer Schwester in Hamburg. Nach ihrem Abitur 1911 beginnt sie in Breslau Literatur, Geschichte und Psychologie zu studieren. Jedoch schon bald wendet sie sich ab von der Psychologie, um sich in das Studium der Philosophie zu vertiefen. Dabei fasziniert sie der Ansatz Edmund Husserls so sehr, dass sie den Studienort wechselt und nach Göttingen geht, um direkt bei Husserl zu studieren.

Husserl wird zum prägenden philosophischen Lehrer für Edith Stein: Als ihr Doktorvater betreut er ihre Promotion, und sie begleitet ihn schließlich als Assistentin an die Universität von Freiburg. Jedoch bleibt ihr ein weiterer wissenschaftlicher Werdegang verwehrt: Trotz ausgezeichneter Doktorarbeit wird ihr als Frau eine Habilitation nicht gestattet. Als später Frauen dies ermöglicht wird, ist Edith Stein aus einem anderen Grund ausgeschlossen: Im antisemitischen Deutschland wird ihr als Jüdin diese Chance verweigert. 1918 gibt sie ihre Stelle bei Husserl auf. [..]

Bei Freunden stößt sie zufällig auf die Autobiographie von Theresa von Avila: „Ich begann zu lesen, war sofort gefangen und hörte nicht mehr auf bis zum Ende“. Diese Lektüre und verschiedene persönliche Begegnungen bewegten Edith Stein schließlich so, dass sie zum Katholizismus konvertiert. Am 1. Januar 1922 lässt sie sich taufen. Ihr religiöses Leben verbindet sie mit großem Engagement in der Welt: „Je tiefer jemand in Gott hineingezogen wird, desto mehr muss er auch in diesem Sinn ‚aus sich herausgehen’, d.h., in die Welt hinein, um das göttliche Leben in sie hineinzutragen.“

Eine Zeit lang arbeitet Edith Stein als Lehrerin in Speyer. Bereits seit ihrer Schulzeit ist sie engagiert für die Rechte von Frauen, in den zwanziger Jahren galt sie als gefragte Rednerin über Themen der Frauenfrage. Im Frühjahr 1932 erhält sie einen Ruf an das Institut für wissenschaftliche Pädagogik in Münster. Sie zieht in das Collegium Marianum, wo viele junge Ordensfrauen wohnen. Als Dozentin lebt Edith Stein dort in einfachen Verhältnissen gemeinsam mit den Studierenden.

Jedoch kann sie nur ein Jahr dort lehren: Unter dem Nationalsozialismus darf sie aufgrund ihrer jüdischen Herkunft ihren Beruf nicht mehr ausüben. Edith Stein tritt nun in den Karmel Köln-Lindenthal ein und nimmt im Gedenken an Theresa von Avila den Ordensnamen „Teresia Benedicta a Cruce“ an. Im Kölner Karmel widmet sie sich wieder wissenschaftlichen Arbeiten. Bald schon muss sie jedoch Deutschland verlassen; sie emigriert gemeinsam mit ihrer Schwester Rosa nach Echt in Holland. Am 2. August 1942 wird sie von der Gestapo verhaftet und in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Edith Stein wird dort am 9. August 1942 in der Gaskammer ermordet.

Ihre Selig- und Heiligsprechung wurde u.a. durch den Verein Katholischer Lehrerinnen vorangebracht.

Katholischen Frauen im Beruf lag in besonderer Weise daran, dass eine wissenschaftlich gebildete und berufstätige Frau in den Heiligenkalender der katholischen Kirche aufgenommen wurde. Am 10. Mai 1987 wird Edith Stein selig gesprochen, die Heiligsprechung folgte am 9. Oktober 1998 in Rom. [..]

Aus: https://www.kirche-und-leben.de/artikel/wer-war-edith-stein/

Spanischer Jesuit

Franz Xaver (auch Francisco de Xavier, Francisco de Gassu y Javier, Francisco de Jassu y Azpilcueta) (* 7. April 1506 in Schloss Xavier (bzw. Javier) bei Sangüesa/Spanien; † 3. Dezember 1552 auf der Insel Shangchuan Dao bei Kanton in China) war Mitglied der Jesuiten und der erste Missionar dieses Ordens. Er verkündete das Evangelium in Indien und China.

Biografie

Wie kein anderer Missionar je zuvor verstand es Franz Xaver, das Evangelium in die Welt zu tragen. Der aus adeliger Familie stammende und vom Papst zur Mission in den Osten ausgesandte Jesuit lebte mit den Menschen in den Slums, passte sich seiner Umgebung an und brachte deswegen und natürlich auch aufgrund seiner Demut und seines Eifers für Jesus Seelen zu Gott. Bevor er zu den Menschen ging erlernte er ihre Sprache, studierte ihre Kultur und ihren Glauben.

Franz Xaver, der in Spanien geboren worden war, kam mit 19 Jahren nach Paris, wo er beim Studium den heiligen Ignatius von Loyola kennen lernte. Zusammen mit vier weiteren gläubigen Männern legten sie am Montmartre das Gelübde der Armut und Keuschheit ab und gelobten als Missionare die Frohe Botschaft zu den Menschen zu bringen. Gemeinsam empfingen die sechs Männer, die die Keimzelle des Jesuitenordens bildeten, in Rom die Priesterweihe.

1541 brach Franz Xaver schließlich nach Goa auf, wo er Perlfischer an der Südostspitze Indiens bekehrte; innerhalb eines Monats ließen sich 10.000 Menschen von ihm taufen. Er baute Missionszentren auf, nahm sich der getauften, aber allein gelassenen Christen an und kontrollierte immer wieder, ob seine Predigten ihre Wirkung bewahrt hatten. Franz’ größtes Ziel wäre die Missionierung Chinas gewesen. Doch er kam nur bis zur Küste, wo ihn schweres Fieber befiel. Ein Chinese nahm ihn in seiner Hütte auf, wo er nach zwei Wochen schwerer Schmerzen am 3. Dezember 1552 starb.

Aus: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Franz_Xaver_(Spanischer_Jesuit)

Das Leben und Wirken der Heiligen Hildegard von Bingen im Kontext ihrer Zeit

Hildegard von Bingen ist bis heute eine einzigartige Erscheinung in der deutschen Geschichte. Ihr von Gott gegebenes visionäres Charisma lässt sie uns heute als Ausnahme-Theologien und Universalgelehrte erscheinen. Mensch, Umwelt, Leib und Seele, alles steht laut Hildegard in stetiger Verbindung. Aus diesem Grund können Ihre wertvollen Schriften gerade in unserer Zeit ein wichtiger Beitrag für eine neues Verständnis zu Leben, Natur, Umwelt und Seelenheil sein.

Die kluge Gründerin und Leiterin eines Frauenklosters wurde bereits von ihren Zeitgenossen als Botschafterin Gottes verehrt.

Bemerkenswert ist das umfangreiche schriftstellerische Werk, welches Hildegard uns hinterlassen hat. Die zahlreichen Schriften weisen eine breite thematische Spannweite auf, von den theologischen Schriften, über die Sammlung der Briefe, Biografien über Heilige, eine Autobiografie, Gedichte und Lieder bis zu den medizinisch-naturkundlichen Büchern.

Im Jahr 1098 wird Hildegard von Bingen als zehntes Kind des Edelfreien Hildebert von Bermersheim und seiner Frau Mechthild in Bermersheim bei Alzey geboren.

Im Alter von acht Jahren wird Hildegard von ihren Eltern der Klausnerin Jutta von Sponheim auf dem Disibodenberg zur geistlichen Erziehung übergeben. Die Klause war am dort beheimateten Mönchskloster angebaut. Im Kloster wird das Kind Hildegard im Singen der Psalmen und den Gesängen Davids unterwiesen. Des weiteren erhielt die junge Hildegard Unterricht in der „Regula Benedicti“, in der Liturgie und in Teilen der „Artes Liberales“ (Rhetorik, Dialektik, Arithmetik, Geometrie, Astronomie, Musik und Grammatik). Die junge Hildegard kam in den Genuss dieser umfassenden Bildung und Ausbildung, da die Klöster der Benediktiner zu dieser Zeit Hochburgen der Wissenschaften und Zentren der Begegnung für Künste und Bildung waren.

Mit circa 15 Jahren legt Hildegard die heiligen Gelübde ab und wird Benediktinerin.

Nach dem Tode der Klausnerin Jutta von Sponheim wird Hildegard im Alter von 38 Jahren einstimmig zur geistlichen Mutter des sich in der Entwicklung befindenden Frauenklosters gewählt.v Vier Jahre später erhält Hildegard den göttlichen Auftrag, alles zu dokumentieren und zu verkünden, was ihr in dieser ersten und den weiteren Visionen geoffenbart wird. Dies ist der Beginn eines Schriftwerkes, welches beispiellos ist, in der europäischen Geschichte des Mittelalters. Denn selbst von den männlichen Zeitgenossen der Hildegard von Bingen ist kein so umfangreiches Textwerk überliefert. Ihr erstes Werk entsteht: „SCIVIAS“, übersetzt lautet der Titel: „Wisse die Wege“. Diese Schau von der Schöpfung und der Erlösung der Welt schreibt Hildegard mit der Unterstützung des Mönches Volmar und der Nonne Richardis von Stade.

Ihre intuitive Begabung zur Vision erklärt die Benediktinerin Hildegard als ein plötzlich über sie kommendes Wissen über den Sinn der Heiligen Schriften. Im Zustand der Vision erschließen sich ihr die tieferen Geheimnisse der göttlichen Schriften. Sie legte auch immer großen Wert auf die Feststellung, dass sie ihre Visionen nicht in einer Ekstase oder anders gearteten Entrückung erhielte, sondern sich dabei immer im klaren Wachzustand befinde.

Im Vorfeld der päpstlichen Synode von Trier in den Jahren 1147/1148 hatte eine vom Papst eingesetzte Kommission die Sehergabe von Hildegard von Bingen geprüft und bestätigt. Als Konsequenz erkennt Papst Eugen der Dritte offiziell die Sehergabe an, indem er aus ihrem Werk SCIVIA vorträgt und sie zur Weiterführung ihres Schaffens ermutigt. Mit dieser Bestätigung von der höchsten kirchlichen Seite wird die Magistra Hildegard aus der Abgeschiedenheit der Klosterzelle mitten auf die Bühne der Welt gestellt.

Im Jahr 1150 gründet Hildegard von Bingen das Kloster Rupertsberg bei Bingen. Die Gemeinschaft im Kloster wächst kontinuierlich an. Hildegard erwirbt aber auch weit über die klösterliche Gemeinschaft hinaus einen hohen Grad an Bekanntheit. Viele Menschen kommen zu ihr, um sie um Rat und Hilfe zu bitten.

Es ist bekannt, dass sie einen umfangreichen Briefwechsel mit bedeutenden Persönlichkeiten aus Politik und Kirche unterhält. Sie korrespondierte mit Königen und Päpsten, Erzbischöfen und Äbtissinnen. Dazu zählen unter anderem: die Päpste Eugen III., Anastasius IV., Hadrian IV., und Alexander III., die Erzbischöfe von Köln, Salzburg, Trier und Mainz, sowie der Kaiser Barbarossa, König Heinrich II. von England, König Konrad III., die Gräfin von Sulzbach und Kaiserin von Byzanz, sowie zahlreiche andere Herzöge, Äbte und Priester.

Doch auch einfache Menschen wenden sich in dieser schriftlichen Form an sie, um ihren Ratschlag einzuholen. Ihre Briefe an das Volk und an wichtige Persönlichkeiten begründen den Ruf der „rheinischen Sibylle“ als Botschafterin Gottes. Und auch ihre Lieder bieten eine reiche visionäre Perspektive.

Das Welt- und Menschenbild der Seherin Hildegard ist bis in alle konkreten Details bestimmt von den Naturkräften des Kosmos. Ihre fundamentale Freude am Sein geht Hand in Hand mit der existenziellen Teilnahme an allen Krankheiten und Kranken.

In den Jahren 1151-1158 arbeitet Hildegard an ihren Werken: PHYSICA (Heilkraft der Natur) und CAUSAE ET CURAE (Ursachen und Behandlungen der Krankheiten – Heilwissen).

Von 1158-1163 verfasst sie ihr Werk: LIBER VITAE MERITORUM (Buch der Lebensverdienste)

Ebenfalls in diesen drei Jahren unternimmt Hildegard drei Missions- und Predigtreisen nach Franken, Lothringen und ins Rheinland. Im Jahr 1163 beginnt Hildegard mit der Niederschrift ihres letzten großen Werkes über ihre Visionen. Sie gibt dem Buch den Titel: LIBER DIVINORUM OPERUM (Das Buch der göttlichen Werke)

Circa im Jahr 1165 übernimmt sie das Kloster Eibingen bei Rüdesheim.

Im Jahr 1170 führt sie eine vierte Missions- und Predigtreise nach Schwaben. Mit ihrem Rat steht sie den Äbten von Maulbronn, Hirsau und Zwiefalten zur Seite.

17.09.1179

Hildegard stirbt im Alter von 81 Jahren auf dem Rupertsberg bei Bingen. In der „Vita“ der Hildegard von Bingen ist zu lesen, dass Gott ihr ihren Tod in einer Vision mitgeteilt hatte. Sie kündigte daraufhin das Ende ihres irdischen Lebens auch ihren Schwestern im Kloster an. Die Prophetin, die ja bereits seit ihrer Kindheit durch diverse Krankheiten geschwächt war, ging also wohl vorbereitet auf ihre letzte Reise. Nach ihrem Tode strahlte nach den Berichten von Zeitzeugen ein helles Licht tagelang über ihrem Grab. Dieses Licht war nicht die einzige wunderbare Erscheinung nach ihrem Tode. An ihrem Grab geschahen viele Wunderheilungen, deshalb kamen die Menschen in Strömen zu ihr, um Heilung zu erbitten. Doch diese Scharen von Pilgern brachten sehr viel Unruhe in das Leben des Klosters. Deshalb bat man den Bischof von Mainz um Hilfe. Der Bischof besuchte daraufhin das Grab der Äbtissin Hildegard und sprach ein Verbot zu ihr aus. Er untersagte ihr, weiterhin Wunder zu wirken. Und die Verstorbene gehorchte, seit dieser Stunde gab es kein einziges Heilungswunder mehr an ihrem Grabe. Damit setzte Hildegard ihre Lebensprinzipien auch nach ihrem Tode weiter um. Denn trotz ihres außergewöhnlichen Lebens und ihrer prophetischen Gaben war sie immer eine Frau der Kirche, welche sich streng an die Regeln der geistlichen Oberhäupter ausrichtete.

Aus: http://hildegardvonbingen.info/hildegard-von-bingen/kurzbiografie/

Patron der Jäger

Seine Heiligen-Legende zählt wohl zu den berühmtesten überhaupt: Der zunächst noch ganz und gar nicht heilige Hubertus geht am Karfreitag auf die Jagd, erblickt einen wohlgebauten Hirsch, legt seine Armbrust an, da bleibt das Tier plötzlich stehen, dreht sich um und zwischen seinem Geweih erscheint ein strahlendes Kreuz. "Hubertus, ich erlöse dich und dennoch verfolgst du mich", ertönt eine Stimme. Daraufhin wirft Hubertus seine Waffe weg, bricht mit seinem alten Lotterleben und wird ein Heiliger. [..]

Aus: https://www.katholisch.de/glaube/unsere-vorbilder/der-heilige-aus-dem-wald

Gott ist mit uns

Immanuel ist ein hebräischer Name (עִמָּנוּ אֵל „Gott (ist/sei) mit uns“), der ursprünglich beim biblischen Propheten Jesaja Gegenstand einer Verheißung ist (Jes 7,14 EU). Im Matthäusevangelium im Neuen Testament wird der Name in Beziehung zu Jesus Christus gesetzt (Mt 1,23 EU).

Die lateinisch-griechische Form des männlichen Vornamens lautet Emanuel.

Erwähnung in der Bibel

Prophet Jesaja

Der Name Immanuel kommt im Prophetenbuch des Jesaja drei Mal vor. Bezeichnend ist vor allem die Eingangsstelle Jes 7,14:

„Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären und sie wird ihm den Namen Immanuel geben.“

Es handelt sich bei Jes 7,14–17 EU um ein prophetisches Zeichen an die Adresse des judäischen Königs Ahas. Danach soll eine junge Frau einen Sohn mit dem Namen „Mit uns (ist) Gott“ gebären, der noch keine moralische Mündigkeit erlangt haben wird, bis der Staat Juda die außerordentliche Gefahr durch seine Gegner Israel und Aram abgewendet haben wird. Der hebräische Text verwendet als Bezeichnung der Mutter das Wort עַלְמָה (almah), das schlicht „junge Frau“ bedeutet. Bereits die griechische Übersetzung des Tanach, die Septuaginta, verwendet jedoch hier das Wort παρθένος (parthenos), das zwar auch zunächst lediglich „junge Frau“ bedeutet, jedoch eine Neigung zur Bedeutung „Jungfrau“ aufweist.

Wegen des positiven Gehalts des Namens „Gott mit uns“ wird in der Exegese oft angenommen, der Name stehe für den Sohn des Ahas, den späteren König Hiskija. Dieser konnte tatsächlich das Reich Juda gegen die assyrische Vorherrschaft verteidigen.

An den beiden weiteren Stellen bei Jesaja, die den Namen Immanuel erwähnen (Jes> 8,8.10 EU), scheint es sich wegen der damit verbundenen negativen Aussagen um eine Unheilswarnung zu handeln, die das Reich Juda vor der assyrischen Großmacht bewahren will.

Ob das Bild, das Jesaja von der Erscheinung des Immanuel zeichnet, von sich aus in einen explizit messianischen Zusammenhang gehört, ist in der exegetischen Forschung umstritten.

Matthäusevangelium

Matthäus identifiziert Jesus in Mt 1,23 EU als den in Jes 7,14 verheißenen Sohn mit Namen Immanuel:

„Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns.“

Diese Stelle wird im Christentum als Beleg für Jesu Messianität und seine Jungfrauengeburt verstanden (vgl. auch noch Lk 1,26–35 EU). Der griechische Text verwendet wie die Septuaginta zu Jes 7,14 hier das Wort παρθένος. Wo das hebräische Wort almah noch lediglich eine junge, unverheiratete Frau meint, kann parthenos zusätzlich eine biologische Jungfräulichkeit bezeichnen.

Jesus wird im Neuen Testament an keiner weiteren Stelle mit dem Namen Immanuel bezeichnet. Jedoch kann Mt 28,20 als eine Anspielung auf ihn verstanden werden, wenn es heißt: "Und siehe, ich bin mit euch [...]." (Mt 28,20 EÜ, rev. 2016)

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel

Die Legende ist schnell geschildert:

Der Papst Sixtus II. war für den jungen Christen Laurentius nicht nur Vorgesetzter, sondern auch väterlicher Freund und Vorbild.

In den ersten Augusttagen des Jahres 258 ließ der Christenverfolger Kaiser Valerian Papst Sixtus festnehmen und am 6. August enthaupten. Zu seiner Hinrichtungsstätte begleitete ihn der weinende Laurentius. Sixtus tröstete den Diakon und prophezeite ihm sein eigenes Martyrium. Er erteilte Laurentius den Auftrag zuvor den gesamten Kirchenschatz unter den Armen auszuteilen.

Nach der Ermordung von Sixtus II. erhob Valerian Anspruch auf den Kirchenbesitz. Laurentius verweigerte die Herausgabe an Valerius und bat um drei Tage Bedenkzeit. In dieser Zeit verteilte er die Güter der Kirche unter den Notleidenden und führte am dritten Tag alle diese Menschen Valerian vor. Er erklärte dem Herrscher, dass hier die wahren Kirchenschätze vor ihm stünden. Da kannte Valerian keine Gnade mehr. Er ließ den Diakon festnehmen und verurteilte ihn zum Tode. Die kaiserlichen Häscher schlugen Laurentius mit Bleiklötzen, legten ihn zwischen glühende Platten, doch der Christ blieb standhaft. Keine Klage kam über seine Lippen, im Gegenteil, er pries Gott und betete.

Schließlich ließ der Kaiser Laurentius auf einem Rost zu Tode brennen, dies geschah am 10.August 258. Nach der Legende soll der Märtyrer noch kurz vor seinem Tod zu seinem Henker gesagt haben:

„Der Braten ist schon fertig, dreh ihn um und iss!“.

Wenn an diesem Tag Sternschnuppen vom Himmel fallen, nennt man sie „Laurentius-Tränen“.

(Auszug aus der Festschrift zum 1200-jährigen Jubiläum.)

Aus: https://www.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-pfaffenhofen/cont/67348 Der Jakobsweg führt durch unseren Pastoralen Raum Wer war der Heilige Jakobus? Die biblische Tradition berichtet über ihn: Gemeinsam mit dem Brüderpaar Andreas und Simon wurden das Brüderpaar Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, als Jünger und Weggefährte Jesu berufen. Alle waren von Beruf Fischer. Als Besonderheit bekamen Jakobus und Johannes den Beinamen die „Donnersöhne“, Simon den Beinamen Petrus. Von Jakobus und Johannes berichten die Evangelien, dass sie – meist mit Simon Petrus - bei wichtigen Anlässen anwesend waren: bei der Erweckung der Tochter des Jairus (Mk 5, 37), bei der Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor (Mk 9,2), bei der sie Gottes Nähe erfahren und beim Besuch Jesu im Garten Gethsemane und während der Verhaftung Jesu (Mk 14,22). Von den Donnersöhnen wird auch berichtet, dass ihre Mutter Jesus darum bittet, ihnen einen Platz je zu seiner Rechten und zu seiner Linken im Paradies zu reservieren. Jesus antwortet mit einer Gegenfrage: Könnt Ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde- und meinte damit seinen Tod. Sie bejahen die Frage. (Mt. 20) Damit wird schon hingewiesen auf den frühen Märtyrertod von Jakobus, der als erster der 12 Jünger ungefähr im Jahr 43/44 unter König Herodes mit dem Schwert hingerichtet wurde. Die Legenden berichten vielfältiges von Jakobus: von seiner Mission in Spanien und seiner Rückkehr nach Rom, davon dass eines Tages sein Leichnam aufgefunden wurde und sich darauf hin die Heilige Stätte in Santiago de Compostela entwickelte zu der die Menschen pilgerten. Schon bald war Santiago neben Jerusalem und Rom das dritte wichtige Pilgerzentrum der Christenheit. Daneben entwickelten sich natürlich viele regionale Wallfahrtsorte und -anlässe- wie das Blutwunder von Bad Wilsnak, das Wittenberger oder Hallesche Heiltum und viele andere mehr. Die Legenden berichten von vielfältigen Wundertaten. Jedenfalls aber war Jakobus ein wichtiger Heiliger der spanischen Halbinsel, der half das Christentum gegen den Islam zu behaupten und zu festigen. Sein Festtag ist der 25. Juli und immer, wenn dieser auf einen Sonntag fällt, wird in Santiago de Compostela ein Heiliges Compostelanisches Jahr ausgerufen, das viele Pilger anzieht. Aus: https://www.jakobusweg-sachsen-anhalt.de/pilgern/de/2025,,/Ueber-das-Pilgern/Ueber-Jakobus-und-Santiago-de-Compostela.html Der Jakobsweg - Das Wegenetz in Brandenburg und der Oderregion Aus: https://www.brandenburger-jakobswege.de/Jakobswege  

Die Legende ist schnell geschildert:

Der Papst Sixtus II. war für den jungen Christen Laurentius nicht nur Vorgesetzter, sondern auch väterlicher Freund und Vorbild.

In den ersten Augusttagen des Jahres 258 ließ der Christenverfolger Kaiser Valerian Papst Sixtus festnehmen und am 6. August enthaupten. Zu seiner Hinrichtungsstätte begleitete ihn der weinende Laurentius. Sixtus tröstete den Diakon und prophezeite ihm sein eigenes Martyrium. Er erteilte Laurentius den Auftrag zuvor den gesamten Kirchenschatz unter den Armen auszuteilen.

Nach der Ermordung von Sixtus II. erhob Valerian Anspruch auf den Kirchenbesitz. Laurentius verweigerte die Herausgabe an Valerius und bat um drei Tage Bedenkzeit. In dieser Zeit verteilte er die Güter der Kirche unter den Notleidenden und führte am dritten Tag alle diese Menschen Valerian vor. Er erklärte dem Herrscher, dass hier die wahren Kirchenschätze vor ihm stünden. Da kannte Valerian keine Gnade mehr. Er ließ den Diakon festnehmen und verurteilte ihn zum Tode. Die kaiserlichen Häscher schlugen Laurentius mit Bleiklötzen, legten ihn zwischen glühende Platten, doch der Christ blieb standhaft. Keine Klage kam über seine Lippen, im Gegenteil, er pries Gott und betete.

Schließlich ließ der Kaiser Laurentius auf einem Rost zu Tode brennen, dies geschah am 10.August 258.

Nach der Legende soll der Märtyrer noch kurz vor seinem Tod zu seinem Henker gesagt haben:

„Der Braten ist schon fertig, dreh ihn um und iss!“.

Wenn an diesem Tag Sternschnuppen vom Himmel fallen, nennt man sie „Laurentius-Tränen“.

(Auszug aus der Festschrift zum 1200-jährigen Jubiläum.)

Aus: https://www.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-pfaffenhofen/cont/67348

Gottesmutter

Am 1. Januar ist das Hochfest der Gottesmutter

Maria – Blüte des Christentums

Die Mutter Jesu nimmt in der Bibel eine besondere Stellung ein. Unbestritten ist sie eine zentrale Figur der Heilsgeschichte und wird mehr verehrt als alle anderen Heiligen. Am 1. Januar feiert die Kirche das Hochfest der Gottesmutter.

Von Christoph Meurer | Bonn - 01.01.2019

Maria tritt nur an wenigen Stellen und eher am Rande auf, in den meisten neutestamentlichen Schriften wird sie überhaupt nicht erwähnt. In den ersten beiden Kapiteln des Lukasevangeliums und des Matthäusevangeliums finden sich beispielsweise Angaben über Marias Mitwirken an der Heilsgeschichte des Volkes Israel. Dort wird sie als jung verlobte Frau geschildert. Sie wird bei Lukas vom Erzengel Gabriel besucht (Lk 1,28). Dieser kündigt ihr an, dass sie, ohne zuvor mit ihrem Verlobten Josef zusammenzukommen, den von Israel erwarteten Messias und Gottessohn zur Welt bringen wird. Im Matthäusevangelium liegt der Schwerpunkt der Darstellung auf der Sicht ihres Verlobten Josef. Informationen über Marias Herkunft bietet das Proto-Evangelium des Jakobus, eine frühchristliche Schrift, die aber nicht in den Kanon der Bibel aufgenommen wurde.

Vier Mariendogmen

Als einziges Evangelium stellt das von Johannes Maria als Zeugin der Kreuzigung dar: "Siehe, dein Sohn – siehe, deine Mutter" (Joh 19,25), sagt Jesus zu Maria und Johannes. Schließlich wird Maria in der Apostelgeschichte als eine der Frauen erwähnt, die mit den Jüngern betend auf die Sendung des Heiligen Geistes wartet (Apg 1,14). In den Briefen des Neuen Testaments kommt sie überhaupt nicht vor.

Maria ist wichtig für den Glauben, weil sich ohne sie die Menschwerdung Gottes nicht hätte ereignen können. Zitat: Weihbischof Christoph Hegge

Ungeachtet der textlichen Vernachlässigung spielt Maria in der katholischen Kirche bis heute eine große und wichtige Rolle. "Maria ist wichtig für den Glauben, weil sich ohne sie die Menschwerdung Gottes nicht hätte ereignen können", sagt der Münsteraner Weihbischof Christoph Hegge. "Maria verkörpert in ihrem Leben auf einzigartige Weise die Grundhaltung des Glaubens. Sie zeigt uns als Erste der neuen Schöpfung, wie Gott wirkt, wenn wir uns ihm ganz öffnen."

Was Hegge meint, hat die Kirche im Laufe der Zeit in vier Mariendogmen, also unverrückbaren Lehrsätzen, über die Mutter Gottes festgesetzt. Bereits im Jahr 431 wurde auf dem Konzil von Ephesus zum Dogma erklärt, dass Maria eben nicht nur die Mutter des Menschen Jesus, sondern die des göttlichen Wesens ist. Weiter wurde auf dem zweiten Konzil von Konstantinopel im Jahr 553 in einem Dogma festgehalten, dass Maria vor, während und nach der Geburt Jesu immer jungfräulich blieb.

Die Heilige Familie auf der Flucht nach Ägypten: Eine der vielen Episoden mit Maria im Neuen Testament. Ergänzt wurde dieses mehr als 1.000 Jahre später durch ein Dogma im Jahr 1854. Es besagt, dass Maria vor und nach ihrer Geburt frei von der Erbsünde ist. Abschließend stellte Papst Pius XII. 1950 das Dogma auf, dass Maria zeitlebens sündenfrei mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde.

Damit aber nicht genug. Neben den Dogmen wird Marias Stellung in der Kirche zudem darin deutlich, dass es über das Jahr verteilt zwölf Marienfeste gibt. Zu den bekanntesten zählen Mariä Lichtmess (2. Februar), wenn an die Weihe des Jesuskindes im Tempel gedacht wird, oder Mariä Himmelfahrt (15. August), das auf das Dogma von 1950 zurückgeht.

Fast fanatische Frömmigkeit

Abseits des Offiziellen erfreut sich Maria auch im Volksglauben einer großen Beliebtheit. Diese drückt sich beispielsweise durch Wallfahrten an Orte aus, an denen die Gottesmutter erschienen sein soll – man denke nur an die südfranzösische Kleinstadt Lourdes oder an Kevelaer, wo ein gewisser Hendrick Busman im Jahr 1641 Maria gehört haben will. 1647 wurden die Ereignisse von der Kirche bestätigt und die Stadt am Niederrhein zum Wallfahrtsort. Bis heute kommen jährlich bis zu 800.000 Menschen nach Kevelaer. Die erste Erscheinung der Gottesmutter überhaupt soll es bereits im Jahr 41 in Spanien gegeben haben, als Maria dem heiligen Jakobus auf einer Missionsreise erschien.

Die Dominikanerin Sr. Ursula Hertewich betet das "Ave Maria", das "Gegrüßet seist du, Maria". Im Anschluss erklärt sie, was das Gebet bedeutet.

Den Höhepunkt erreicht die Marienverehrung im Wonnemonat Mai. "Im Mai bricht die Schöpfung in aller Schönheit und Kraft auf", sagt Weihbischof Hegge. "Der Mai ist Marienmonat, weil das, was in der Natur geschieht, ein Sinnbild für Maria ist." In ihr kündige sich der Frühling des Heils für alle Menschen an. Die Natur stehe als Symbol für die neue Schöpfung in Jesus Christus, die durch Maria aufbreche, weil sie Ja sage zum Willen Gottes.

Maiandachten zu Ehren der heiligen Gottesmutter Maria wurden zum ersten Mal im Jahr 1784 in Italien gefeiert. Im 19. Jahrhundert verbreitete sich diese Andachtsform und setzte sich weltweit in der katholischen Kirche durch.

Mitunter nimmt die Marienverehrung gar glühende, fast fanatische Züge an. Dessen ist sich auch der Münsteraner Weihbischof bewusst. "In bestimmten Formen der Marienverehrung droht die Verehrung Jesu Christi aus dem Blick zu geraten", sagt Hegge. "Wir verehren ja in Maria vor allen Dingen das Heilswerk Gottes, das er getan hat durch die Mitwirkung Mariens an der Menschwerdung Jesu Christi." Für Hegge führt Maria die Gläubigen hin zu einer richtigen Christusverehrung, und er mahnt: "Wo dies aus dem Blick gerät, kommt es zu berechtigter Skepsis."

Von Christoph Meurer

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Quelle: https://www.katholisch.de/glaube/unsere-vorbilder/blute-des-christentums

Jüngerin

Namensdeutung: Meeresstern/Geliebte/Widerspenstige (?) aus Magdala

Namenstage: Magdalena, Madeleine, Maddalena, Magdalene, Magda, Maggie, Maude, Marlene, Lena, Lenka

Gedenktag: 22. Juli

Lebensdaten: geboren in Magdala, heute Migdal, Galiläa

Lebensgeschichte und Legende: Maria stammte aus dem Ort Magdala am See von Tiberias und ist in allen Evangelien bezeugt. Nachdem Jesus ihr sieben Dämonen ausgetrieben hatte, folgte sie ihm nach und sorgte für ihn und seine Jünger. Sie beobachtete von weitem die Kreuzigung, half beim Begräbnis Jesu und entdeckte am Ostermorgen das leere Grab. Nachdem Maria Petrus und Johannes davon berichtet hatte und die beiden Jünger zum Grab liefen, erschien ihr als Erster der Auferstandene. Jesus gab sich ihr zu erkennen und trug ihr die Auferstehungsbotschaft an die Jünger auf. Mehr steht im Neuen Testament nicht über sie.

Außerbiblische Überlieferungen wie das gnostische Philippus- oder das Thomasevangelium machten im 3. Jahrhundert aus Maria von Magdala eine besonders eingeweihte Gefährtin Jesu und Gegenspielerin von Petrus.

Weil sie als Erste dem Auferstandenen begegnete, wurde sie in der frühen Kirche als „Apostelgleiche“ verehrt und von Hippolyt von Rom „Apostelin der Apostel“ genannt. Gleichzeitig setzte die Tradition sie mit der namenlosen Sünderin gleich, die Jesus die Füße mit ihren Tränen wusch, und deswegen auch mit Maria von Bethanien, der Schwester von Martha und Lazarus, wenn man sie nicht sogar für die ertappte Ehebrecherin (Joh 8,311) hielt.

Die Goldene Legende von Jacobus de Voragine erzählt, sie wäre gemeinsam mit Maria, der Mutter des Kleophas, Martha und Lazarus auf einem segellosen Schiff nach Saintes-Maries-de-la-Mer in der Camargue gelangt und hätte in der Provence missioniert und in einer Höhle als Büßerin und Einsiedlerin gelebt. Einer anderen Überlieferung nach begleitete Maria Magdalena Johannes und Maria, die Mutter Jesu, nach Ephesus, wo auch sie gestorben sei.

Verehrung/Brauchtum: Saint-Maximin-la-Sainte-Baume in der Provence und das burgundische Vézelay nennen Reliquien der Magdalenerin ihr eigen. Wegen der Überlieferungstradition Maria Magdalenas als „Sünderin“ entstand 1230 der Orden der Magdalenerinnen zur Betreuung „bußfertiger Dirnen“, und bis 1996 gab es in Irland Magdalenenheime zur Aufnahme „gefallener Mädchen und Frauen“.

Darstellung: als Büßerin von Haaren bedeckt, mit Salbengefäß

Patronin: der Magdalenerinnen, Frauen, Büßerinnen, Schüler und Studenten, Gefangenen, Verführten, Friseure, Gärtner, Winzer, Kammmacher, Parfümhersteller, Handschuhmacher, Weißgerber und Weinhändler, Helferin der Kinder, die schwer gehen lernen, gegen Augenleiden, Gewitter und Ungeziefer

Aus: https://bistum-augsburg.de/Heilige-des-Tages/Heilige/MARIA-MAGDALENA 

Der heilige Martin

Sankt Martin

Nach der Legende wollte der heilige Martin nicht Bischof werden. Und fast wäre tatsächlich alles ganz anders gekommen - entscheidend war in seinem Leben ein Mantel.

Bonn - 06.01.2015

Es waren die Gänse, die den heiligen Martin verrieten - das sagt zumindest die Legende: Danach war Martin im Jahr 372 dazu ausersehen worden, Bischof von Tours zu werden. Aus Bescheidenheit und aus Respekt vor dem hohen Amt soll er sich jedoch in einem Gänsestall versteckt haben, um der neuen Aufgabe zu entgehen. Doch das Geschnatter der Tiere war wohl unüberhörbar. Am 4. Juli des gleichen Jahres wurde St. Martin zum Bischof geweiht.

Den heiligen Martin kennt fast jedes Kind. Schließlich ziehen jedes Jahr Tausende mit Laternen durch die Straßen, um an ihn zu erinnern. Aber warum eigentlich?

Die gute Tat

Seine Bekanntheit war schon zuvor seit einem besonderen Ereignis stetig gewachsen: Mit 15 Jahren – also im Jahr 331/332 – in das römische Heer eingetreten, traf er wenige Jahre später gemeinsam mit anderen Soldaten am Stadttor von Reims auf einen fast unbekleideten Bettler. Der Legende nach kümmerte trotz des eisigen Winters keinen seiner Begleiter das Schicksal des frierenden Mannes. Martin jedoch wollte helfen. Da er außer seiner Uniform und seinem Schwert nichts bei sich hatte, teilte er kurzerhand seinen Mantel in zwei Stücke und gab eines davon dem Bettler. Das soll ihm den Spott seiner Mitsoldaten eingebracht haben.

Doch St. Martin ließ sich nicht beirren: In der folgenden Nacht erschien ihm Jesus im Traum und dankte ihm für die gute Tat. Denn in der Gestalt des Bettlers habe Martin dem Gottessohn selbst geholfen: "Martinus, der noch nicht getauft ist, hat mich mit diesem Mantel bekleidet", soll Jesus zu Martin gesagt haben.

Erster Heiliger, der nicht Martyrer war

Von da an war das Leben des Martin von Tours ganz vom christlichen Glauben geprägt. Er ließ sich taufen und trat, so bald ihm das möglich war, aus dem Militär aus. Martin wurde Priester und lebte zunächst als Einsiedler. Um 360 gründete er in Ligugé in der Nähe des französischen Poitiers das erste Kloster des Abendlandes. Im Jahre 375 baute er in der Nähe von Tours ein weiteres Kloster: Marmoutier. Dort fanden sich bald Gleichgesinnte, die mit ihm ein Leben in Einfachheit, Gebet und persönlicher Besitzlosigkeit lebten. Martin wurde als Ratgeber und Nothelfer bekannt. Als einige Jahre später ein neuer Bischof von Tours gesucht wurde, waren sich die Menschen schnell einig, dass es Martin werden sollte.

Ein Mann ist als Sankt Martin verkleidet.

Anders als die Gänse-Legende, sagt die Bischofs-Episode von Martins Biografen Sulpicius Severus mehr über Person des Heiligen: Martin will nicht Oberhirte werden und wartet im Versteck, dass die Bürger jemand anderen zum Bischof wählen. Die aber verfallen auf eine List. Sie schicken Rusticus zu ihm, der weiß, wo ihr Kandidat zu finden ist. Der erzählt Martin von seiner sterbenskranken Frau, die noch einmal mit Martin sprechen möchte. Und der überlegt nicht lange, weil er helfen will. Er verlässt sein Versteck – und wird zum Bischof gewählt. Er war ein Mensch, der nicht lange überlegt, sondern handelt und hilft.

Der Tod erreichte St. Martin erst im hohen Alter von 81 Jahren, am 8. November 397. Seine Beerdigung fand am 11. November unter großer Anteilnahme der Bevölkerung statt. Als er zur Ehre der Altäre erhoben wurde, war Martin von Tours einer der ersten Heiligen, die nicht den Märtyrertod gestorben waren, sondern allein durch ihr vorbildliches Leben überzeugten. Ausgehend von Frankreich breitete sich seine Verehrung schnell aus. Dort soll es schon bis zum Ende des Mittelalters mehr als 3.500 Martinskirchen gegeben haben. Diszipliniertes Mönchtum, Gerechtigkeitssinn und Weltzugewandtheit wurden durch Martin zum Ideal für Mönche und Priester. Bis heute gilt der heilige Martin als Patron der Schneider, Bettler, Geächteten und Kriegsdienstverweigerer. Sein Grab in der neuen Martinsbasilika von Tours ist eine bedeutende Wallfahrtsstätte.

Noch immer aktuell

Nicht nur aufgrund seines Wirkens, sondern auch wegen des Brauchtums rund um seinen Namen ist St. Martin heute einer der bekanntesten und beliebtesten Heiligen – vor allem bei den Kindern. Jedes Jahr am 11. November ziehen sie mit bunten Laternen durch die dunklen Straßen und singen Martinslieder. Nicht selten werden sie dabei von einem Reiter mit römischem Helm und Purpurmantel begleitet, der an die berühmte Mantelteilung des Heiligen erinnert. Bekannt sind auch die Martinswecken als Gebäck und in einigen Regionen die Martinsfeuer. Der Brauch, Martinsgänse zu verzehren, ist schon einige Hundert Jahre alt: Einst war der 11. November der letzte Tag im Wirtschaftsjahr und zugleich der letzte Tag vor einer sechswöchigen vorweihnachtlichen Fastenzeit. Grund genug für die Menschen, ein Festmahl zu feiern. Noch heute müssen die Gänse für den Verrat ihrer gackernden Vorfahren büßen – zumindest symbolisch. Rund um den Martinstag am 11. November landen immer noch unzählige der gefiederten "Verräter" im Bräter. (gho/msc/luk)

[..]

Quelle: https://www.katholisch.de/glaube/unser-kirchenjahr/sankt-martin

„Wer ist wie Gott“

Der Überlieferung nach war es der Erzengel Michael, der Adam und Eva mit dem Schwert aus dem Paradies trieb und den Garten Eden bewachte. Namentlich wird Michael im apokalyptischen Buch Daniel (10,13; 12,1), im Buch Judit (9) sowie in der Offenbarung (12,7f.) genannt. Dort heißt es: „Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel.“ Da der Drache das Symbol der gottfeindlichen Mächte ist, gilt Michael als der Erzengel, der gegen alle Kräfte kämpft, die Gottes Rang anfechten wollen. Das älteste Michaelsheiligtum ist der Monte Sant'Angelo in Süditalien, wo der Erzengel am 8. Mai 492 den dort lebenden Menschen erschienen sein soll. Im Mittelalter wurde er zum Patron des deutschen Volkes, wovon sich der "deutsche Michel" ableitet.

Attribute: Entsprechend den biblischen Geschichten wird der Erzengel Michael häufig mit einem, teilweise flammenden, Schwert dargestellt, ebenso als Ritter, der den Drachen durchbohrt.

Aus: https://www.katholisch.de/aktuelles/dossiers/engel-himmlische-boten/besondere-engel-die-erzengel

Mit Schwert und Lanze

Der Name des Erzengels Michael stammt aus dem Hebräischen und bedeutet "Wer ist wie Gott?". Im Buch Daniel (10,13) wird er als Kämpfer für das Volk Israel bezeichnet: "Der Engelfürst des Perserreiches hat sich mir 21 Tage lang entgegengestellt, aber Michael, einer der ersten unter den Engelfürsten, kam mir zu Hilfe...".

In der Offenbarung des Johannes befördert Michael mit seinen Engeln den Satan, der dort als Drache bezeichnet wird, aus dem Himmel: "Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen, aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel. Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen." (Offenbarung 12,7-9).

Der Engel mit dem Flammenschwert

Auf diese Bibelstelle geht eine Legende zurück: Gott hatte, bevor die Erde entstand, ein großes Heer von Engeln und Erzengeln erschaffen. Einer von ihnen hieß Michael, ein anderer Luzifer – "Lichtträger". Dieser war auserwählt, das Licht vor dem Thron Gottes zu hüten. Eine Schar Engel um Luzifer erhoben sich gegen Gott. Sie wollten ihm nicht mehr dienen und riefen aus: "Wir sind selbst wie Gott." Da wurde der Erzengel Michael zornig. Er sammelte die guten Engel um sich und rief Luzifer und seinen Anhängern zu: "Wer ist wie Gott?"

Es folgte ein erbitterter Kampf. Dieser endete damit, dass Michael seine Gegner mit seinem Flammenschwert an einen Abgrund drängte und hinunter stürzte. Doch Luzifer sinnt - so die Legende - immer noch auf Rache. Er setzt alles daran, die Menschen zu verführen und so von Gott zu trennen. Der Erzengel Michael aber steht auf der Seite der gottesfürchtigen Menschen. Er gilt als Beschützer aller Christen und Seelenbegleiter der Verstorbenen. In Anlehnung an den Kampf mit Luzifer wird er oft mit Schwert und Lanze dargestellt - aber auch mit einer Waage. Es heißt, dass er mit ihr die Seelen der Verstorbenen wiegt. [..]

Aus: https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/mit-schwert-und-lanze

[..] Der Bekannteste unter den neuen Heiligen ist Paul VI., der von 1963 bis zu seinem Tod 1978 Pontifex war und als «Konzils-Papst» bekannt wurde. Er beendete erfolgreich das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965), das als wegweisend für die Erneuerung der Kirche gilt. Allerdings hatte er auch viele Kritiker, weil er am strikten Verbot der Verwendung künstlicher Verhütungsmittel wie der Pille festhielt. In die Geschichte ging er daher auch als «Pillen-Paul» oder «Pillen-Papst» ein. Er sei ein «Prophet einer hinausgehenden Kirche, die Weitblick hat und sich um die Armen kümmert», so Franziskus. [..]

Aus: https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article182062552/Paul-VI-und-deutsche-Nonne-heilig-gesprochen.html

[..] Franziskus würdigte Paul VI. als "Prophet einer hinausgehenden Kirche, die Weitblick hat und sich um die Armen kümmert". Seine bleibende Mahnung an die Kirche sei das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965), dessen "weiser Steuermann" Paul VI. gewesen sei. Sein Wirken als Papst sei aber auch von "Mühen und von Unverständnis" begleitet gewesen, sagte Franziskus.

Heilige "ohne Lauheit, ohne Berechnung"

Besonderen Nachhall fand der als Giovanni Battista Montini bei Brescia geborene Paul VI. vor allem durch seine Enzyklika "Humanae vitae" (1968) zur Sexualethik. Wegweisend war aber auch sein Lehrschreiben "Populorum progressio" (1967) zu globaler Entwicklung und wirtschaftsethischen Fragen. [..]

Aus: https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/papst-spricht-paul-vi-und-oscar-romero-heilig

Vatikan erkennt medizinisch unerklärliche Heilung eines Fötus an.

Das Wunder ist da: Paul VI. kann Heiliger werden

Die letzte Hürde im Prozess zur Heiligsprechung von Papst Paul VI. ist genommen: Der Vatikan erkannte die Heilung eines Fötus im Mutterleib als Wunder an. Nun muss der Papst entscheiden.

Rom - 06.02.2018

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Paul VI. hieß mit bürgerlichem Namen Giovanni Battista Montini und wurde 1963 zum Nachfolger von Papst Johannes XXIII gewählt. Er führte das von seinem Vorgänger eröffnete Zweite Vatikanische Konzil zu Ende. Oft steht er im Schatten seines populären Vorgängers Johannes XXIII. (1958-1963), und seines charismatischen Nachfolgers Johannes Paul II. (1978-2005). Sein Bemühen, die Reformen des Konzils behutsam umzusetzen, ging Reformern nicht weit genug; er galt ihnen als zu zögerlich; konservativen Kreisen hingegen galt er als zu progressiv.

Große Beachtung fand Paul VI. vor allem mit seinen Enzykliken zu Frieden und Entwicklung. Auf Kritik und Häme stieß er hingegen mit seinem Schreiben "Humanae vitae" (1968), in dem er die Trennung von Sexualität und Fortpflanzung kritisierte und künstliche Mittel zur Empfängnisverhütung verbot. (tja)

Quelle: https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/das-wunder-ist-da-paul-vi-kann-heiliger-werden

Apostel der Völker

Zum Fest Pauli Bekehrung am 25. Januar

Um das Jahr 10 nach Christus in Tarsus geboren, macht der einstige Christenverfolger Saulus im Laufe seines Lebens eine enorme Wandlung durch – und wird zum Paulus. Heute begeht die Kiche das Fest seiner Bekehrung zum Christentum.

Paulus, mit hebräischem Namen Saulus, wandelte sich vom Christenverfolger zum Apostel der Völker. Er wurde um das Jahr 10 nach Christus in Tarsus in der heutigen Türkei geboren. Zu Lebzeiten des Paulus war Tarsus eine bedeutende Handelsstadt und Hauptstadt der römischen Provinz Cicilien.

Der Vater war pharisäischer Jude und Zeltmacher in Tarsus. Von ihm erbte Paulus sein Gewerbe als Zeltmacher und vor allem das römische Bürgerrecht, was ihm im Laufe seines Lebens noch sehr hilfreich war. Über die Mutter ist so gut wie nichts bekannt.

"Er ist der Sohn Gottes"

Streng religiös erzogen, wurde Paulus selbst Pharisäer und zunächst nach eigener Aussage ein radikaler Bekämpfer des Christentums. In der biblischen Apostelgeschichte wird geschildert, wie er auf dem Weg nach Damaskus war, um dort Christen gefangen zu nehmen. Unterwegs umstrahlte ihn plötzlich ein Licht vom Himmel, sodass er zu Boden stürzte und eine Stimme hörte: "Saul, Saul, warum verfolgst du mich?" Er antwortete: "Wer bist du, Herr?" Dieser sagte: "Ich bin Jesus, den du verfolgst, steh auf und geh in die Stadt; dort wird dir gesagt werden, was du tun sollst." Paulus war plötzlich blind, und seine Gefährten führten ihn nach Damaskus hinein.

Die Apostelgeschichte berichtet weiter von einem Jünger Jesu namens Hananias, dem der Herr sagte: "Steh auf und geh zur sogenannten Geraden Straße und frag im Haus des Judas nach einem Mann namens Saulus aus Tarsus. Er betet gerade und hat in einer Vision gesehen, wie ein Mann namens Hananias hereinkommt und ihm die Hände auflegt, damit er wieder sieht." Paulus wurde wieder sehend und ließ sich taufen. Er blieb bei den Jüngern Jesu in Damaskus und verkündete Jesus in den Synagogen.

Zahlreiche Missionsreisen

Drei Jahre verbrachte er im Anschluss abgeschieden in der Einsamkeit, bevor er Petrus und den übrigen Aposteln in Jerusalem begegnete. Durch sein Bekehrungserlebnis und den damit beschriebenen Dienstauftrag, das Evangelium in der ganzen römischen Welt zu verbreiten, titulierte sich der Heilige selbst in seinem Brief an die Römer als Apostel (Gesandter) der Heiden oder Apostel der Völker.

Gedenktag: 29. Juni  [..]

Missionsreisen führten ihn unter anderem nach Athen, Kleinasien, sogar bis nach Europa und zum Schluss in die Hauptstadt der damaligen Welt, nach Rom. Durch viele Briefe hielt er regen Kontakt zu den von ihm gegründeten Gemeinden und setzte sich leidenschaftlich für das Evangelium ein.

Über den Weg des Paulus nach Rom berichtet ausführlich die Apostelgeschichte. Sein letzter Weg, ein gut erhaltenes Stück römischer Straße, befindet sich auf dem Gelände der Abtei von Tre Fontane im Südosten von Rom. Hier soll nach römischer Tradition der Völkerapostel hingerichtet worden sein. Eine Säule wird als jene verehrt, an die er dabei gefesselt war. Unter Kaiser Nero erlitt Paulus um das Jahr 67 nach Christus den Tod durch das Schwert. Drei Quellen entsprangen, so heißt es, als sein abgeschlagenes Haupt dreimal aufschlug. Sie sind längst ausgetrocknet. Nur die Quelle seiner Inspiration sprudelt munter weiter.

Aus: https://www.katholisch.de/glaube/unsere-vorbilder/apostel-der-volker

Apostel

in allen Apostelkatalogen erwähnt, erklärt seine Breitschaft, mir dem Herrn in den Tod zu gehen (Joh 11,16). Bei der Erscheinung des Herrn am Auferstehungstag war Thomas im Jüngerkreis nicht anwesend. Daher zweifelte er zunächst an der Auferstehung. Acht Tage später bekennt Thomas bei einer weiteren Erscheinung des Auferstandenen seinen Glauben mit dem Ruf: »Mein Herr und mein Gott« (Joh 20,25?28). Nach der Überlieferung verkündete Thomas später das Evangelium bei den Parthern und in Indien. Hier soll er durch Schwert oder Lanze den Tod als Märtyrer gefunden haben. An dem angeblichen Ort des Martyriums, dem Thomasberg bei Mailapur/Madras, wurde 1547 eine Kirche errichtet, in der das 1574 entdeckte Thomaskreuz aus dem 6./8. Jh. aufbewahrt wird. Teile der Reliquien wurden im 3. Jh. nach Edessa, von dort 1258 nach Chios und später weiter nach Ortona an der Adria gebracht. Als der Tag der Übertragung der Reliquien nach Edessa wurde seit alters her der 3. Juli gefeiert.

Patron der Architekten, Maurer, Zimmerleute, Bauarbeiter, Steinhauer, Feldmesser, Theologen.

dargestellt als Apostel mit Buch, Schwert, Lanze, Winkelmaß, Steinen, mit dem auferstandenen Christus.

Aus: https://heilige.de/de/heilige/saints.868.html

Pantaleon

starb als Märtyrer in der Verfolgung Kaisers Maximian um 305 zu Nikomedien in Kleinasien. Nach der Legende des 5./6. Jh.s war Pantaleon Leibarzt von Kaiser Maximian. Pantaleon wurde nach vielen Peinigungen an einen Ölbaum gebunden und enthauptet, nachdem er vor seinem Tod noch Barmherzigkeit für seine Henker von Gott erfleht hatte. Sein Kult ist schon im 4./5. Jh. bezeugt. Kaiser Justinian I. erbaute um 550 eine Pantaleon geweihte Kirche in Konstantinopel. Reliquien kamen nach St.-Denis, das Haupt 972 in die St.-Pantaleon-Kirche zu Köln. Pantaleon gehört zum Kreis der Vierzehn Nothelfer.

Patron der Ärzte, Ammen, Hebammen, Haustiere; gegen Kopfleiden, Auszehrung, Heuschreckenplage; bei Viehkrankheiten.

dargestellt in vornehmer Kleidung, mit beiden Händen über dem Kopf an einem Ölbaum angenagelt oder einer Palme gebunden, mit Arzneifläschchen, mit Schwert oder Löwen.

Aus: https://heilige.de/de/heilige/saints.895.html

„Gott heilt“

Die Figur des Erzengels Rafael ist eng an die Geschichte des Tobias (Tob 5,4-12,22) im Alten Testament geknüpft. Tobias ist der Sohn des frommen Israeliten Tobit, der in einer schweren Glaubensprüfung, bei der er unter anderem erblindet, Gottes Hilfe erfährt. Rafael begleitet Tobias auf seiner gefährlichen Reise nach Medien, wo er ihm dabei hilft, Sara zur Frau zu bekommen und eine Möglichkeit zu finden, seinen Vater von der Blindheit zu heilen. Rafael gilt in der Überlieferung als Regent der Sonne und soll demnach über ein sonniges Gemüt verfügen. Verbunden mit seiner Rolle als Reisebegleiter des Tobias ist Rafael unter anderem Patron der Pilger und Reisenden.

Attribute: Rafael erscheint häufig in Pilgerkleidung und mit Reiseutensilien.

Aus: https://www.katholisch.de/aktuelles/dossiers/engel-himmlische-boten/besondere-engel-die-erzengel

geboren Anfang Januar 1638 in Kopenhagen, wurde nach Abschluss seines medizinischen Studiums 1664 in Leiden/Niederlande zum Dr. med. Promoviert. Als Arzt und Forscher weilte er dann in Paris und Florenz. Nach seiner Konversion 1667 wurde er 1675 Priester. 1677 wurde er von Papst Innozenz XI. zum Apostolischen Vikar der nordischen Mission ernannt und erhielt in Rom die Bischofsweihe. Nach zweijährigem Wirken in Hannover wurde Stensen 1680 Weihbischof in Münster, wo er ein Förderer der katholischen Reform war. Seit 1683 wirkte er in Hamburg und starb am 5. Dezember 1686 in Schwerin. Seine Gebeine wurden 1687 in die Gruft der Mediceer zu Florenz übertragen und dort 1953 erhoben. - Nils Stensen war ein bedeutender Anatom und Geologe, ferner Begründer der Kristallkunde. Als Priester und Bischof war er unermüdlich tätig und führte ein opferbereites, heiligmäßiges Leben. Johannes Paul II. nahm am 23. Oktober 1988 die Seligsprechung vor.

Aus: https://heilige.de/de/heilige/saints.151.html

wurde am 25. November 1881 geboren .

Angelo Giuseppe Roncalli, so sein eigentlicher Name, war ein Papst der römisch-katholischen Kirche (1958–1963), der das nach seinem Tod maßgeblich von seinem Nachfolger Paul VI. geprägte Zweite Vatikanische Konzil (1962–1965) einberief. Er wurde am 25. November 1881 in Sooto il Monte in Italien geboren und starb am 3. Juni 1963 mit 81 Jahren in Vatikanstadt im Vatikan. Sein Geburtstag jährt sich 2019 zum 138. Mal.

– Quelle: https://geboren.am/person/johannes-xxiii

wie die Pfarrkirche in Bernau

Gedenktag: 15.06.

Martyrer um 304

Patron der der Jugendlichen, Gastwirte, Schauspieler, Bierbrauer u.a., für Keuschheit, gute Saat und Ernte, für Haustiere, gegen Unfruchtbarkeit und Augen- und Ohrenleiden und – wohl am bekanntesten - gegen Besessenheit, Epilepsie, Hysterie und Tollwut, eben gegen „Veitstanz“.

Vitus erlitt in Sizilien wohl in der Verfolgung Diokletians um 304 den Martertod. Die Legende berichtet, dass sein Lehrer Modestus und seine Amme Kreszentia Gefährten seines Martyriums gewesen sind. Die Reliquien des hl. Vitus kamen 756 nach St.-Denis bei Paris, 836 nach Corvey. Sein Haupt ruht im St.-Veits-Dom in Prag. Vitus zählt zu den Vierzehn Nothelfern.

Patron von Rügen, Pommern, Niedersachsen, Böhmen; der Jugendlichen, Kupfer- und Kesselschmiede, Bierbrauer, Apotheker, Bergleute, Winzer, Schauspieler, Krüppel, Lahmen, Tauben, Blinden, Haustiere, Geflügel, Hunde, Quellen; gegen Besessenheit, Epilepsie, Hysterie, Tollwut; Veitstanz, Krämpfe, Aufregung, Bettnässen, Schlangenbiss, Augenkrankheiten, Gehörlosigkeit, Unwetter, Blitz, Feuersgefahr, Unfruchtbarkeit; für Aussaat und Ernte, Bewahrung der Keuschheit.

dargestellt in jugendlicher Gestalt, oft in vornehmer Kleidung, mit Buch, Löwen, Ampel, Kessel, Hahn, Brot und Knüttel, auch mit Adler und Hasen.

Für "Vitus" sind auch folgende Namen gebräuchlich:

Vitus, Guy, Kreszentia, Modestus, Veit, Vito

Quelle: https://heilige.de/de/heilige/saints.2019.html

(oder "Regina coeli" oder "Regina Sanctorum")

enge Beziehung aller Patrozinien des past. Raumen zur Gottesmutter Maria, Maria als Vorbild und Hilfe auf dem Weg zu Gott

uspr. Name Berlin-Buch

Vom Schuhmacher zum Sozialreformer

Adolph Kolping (1813-1865) - Wegbereiter für die katholische Sozialbewegung und Vorbild für uns heute: Hier erfahrt Ihr in Kürze etwas über den Gesellenvater. Ausführliche Informationen gibt es hier.

1813 bis 1837

Adolph Kolping wurde am 8. Dezember 1813 in Kerpen bei Köln geboren. Kolping wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Trotz der Härte des Lebens umsorgten Kolpings Eltern ihre fünf Kinder liebevoll in der christlichen Tradition. Kolping besuchte die Dorfschule und begann mit 13 Jahren seine Lehre beim örtlichen Schuhmachermeister Meuser. Nach der Gesellenprüfung übte Kolping seinen Beruf insgesamt zehn Jahre lang aus. Kolping erlebte den Zusammenbruch der Zünfte. Diente früher die Wanderschaft der fachlichen Qualifikation der Gesellen, so mussten sie nun jahrelang von einem Ort zum anderen umherziehen, um in der Ferne eine Anstellung zu finden. Kolping ging auch auf Wanderschaft und lernte dabei das Elend der wandernden Gesellen kennen.

1837 bis 1845: Gymnasium, Theologiestudium, Priesterweihe v Adolph Kolping wollte sich weiterbilden und Priester werden. Pfarrer Lauffs und dessen Nachfolger, Vikar Wollersheim, unterstützten ihn. Mit 24 Jahren besuchte Kolping das Kölner Marzellengymnasium und bestand 1841 das Abitur. Dann hatte er Glück: Er erhielt von Maria Helena Meller, der Tochter eines Gutbesitzers aus der Nähe von Kerpen, ein Stipendium für ein Theologiestudium und begann dies in München. 1842 wechselte er an die Universität Bonn und beendete zwei Jahre später erfolgreich sein Studium. Nach dem anschließenden Besuch des Kölner Priesterseminars empfing er am 13. April 1845 in der Kölner Minoritenkirche die Priesterweihe.

1845 bis 1849: Kolpings Kehrtwende - Kaplan in Elberfeldv Adolph Kolping trat nach der Priesterweihe mit knapp 32 Jahren seine erste Stelle als Kaplan und Religionslehrer in Elberfeld an. Elberfeld war ein Sinnbild der industriellen Revolution. Fabriken und verarmte Arbeiter prägten das Stadtbild. In der St. Laurentius Kirche lernte Kolping den Lehrer Johann Gregor Breuer kennen. Diesem war es gelungen, meist junge Handwerker aus der Gemeinde in einem Chor, später in dem am 6. November 1846 gegründeten "Katholischen Jünglingsverein zu Elberfeld", zusammenzubringen. Kolping war begeistert, denn er sah darin ein geeignetes Mittel zur Bewältigung der sozialen Probleme, und so engagierte er sich immer mehr in dem Verein. Kolping war beseelt von der Idee, in anderen Orten Gesellenvereine zu gründen und den jungen Handwerkern eine Zufluchtsstätte zu gewähren.

1849 bis 1865: Kolping - der Gesellenvaterv Adolph Kolping ließ sich im April 1849 als Domvikar nach Köln versetzen. Kurze Zeit später, am 6. Mai 1849, gründete er den Kölner Gesellenverein. Vorbild war das Elberfelder Modell. Der Verein erfuhr regen Zulauf, und die wandernden Gesellen trugen die Vereinsidee von Kolping in die Welt hinaus. Auch Kolpings publizistische Tätigkeiten und die Katholikentage nutzte Kolping zur Mobilisierung seiner Vereinsidee. Kolpings letzter öffentlicher Auftritt war am 17. September 1865 bei der Einweihung des erweiterten Kölner Gesellenhospitiums. Am 4. Dezember 1865 starb Kolping. Er wurde auf dem Kölner Melatenfriedhof beerdigt und später in der Minoritenkirche beigesetzt.

Adolph Kolping als Publizistv Adolph Kolping schrieb bereits in seiner Gesellenzeit Gedichte und war auch während seiner Studienzeit gelegentlich journalistisch tätig. Als Kaplan in Elberfeld verfasste er die programmatische Schrift „Der Gesellenverein“, und 1852 folgte aus aktuellem Anlass die zweite Schrift „Für ein Gesellenhospitium“. Mit der Übernahme der Redaktion des „Rheinischen Kirchenblatt“ publizierte er seit 1850 regelmäßig. 1854 gab Kolping im Dumont-Verlag einen „Kalender für das katholische Volk“ heraus, der Kolping den Ruf eines Volksschriftstellers einbrachte. Noch im gleichen Jahr gründete Kolping eine eigene Zeitschrift, die "Rheinischen Volksblätter für Volk, Familie und Handwerk". Sie avancierte zu einer der erfolgreichsten katholischen Presseorgane seiner Zeit. Noch im 1863 gab er die Führungszeitschrift "Mittheilungen für die Vorsteher der Katholischen Gesellenvereine" heraus.

Seliger Adolph Kolpingv Der Erzbischof von Köln, Karl Joseph Kardinal Schulte, eröffnete am 21. März 1934 formell den Seligsprechungsprozess für Adolph Kolping. Es dauerte allerdings noch über ein halbes Jahrhundert bis Kolping vom Papst Johannes Paul II. am 27. Oktober 1991 selig gesprochen wurde.v Quelle: https://www.kolping.de/ueber-uns/adolph-kolping/v

Wer war Benno?

Die Nachrichten über Bennos Leben sind nicht sehr zahlreich, zudem mit Legenden vermischt.

Benno stammte wohl aus einer sächsischen Grafenfamilie. Bei Hildesheim soll er 1010 geboren und im Alter von fünf Jahren dort dem Benediktiner-Kloster St. Michael zur Erziehung übergeben worden sein. Er sei selbst Benediktiner und sogar Abt von St. Michael geworden. Urkundlich bezeugt ist Benno als Hofkaplan König Heinrichs IV. und Stifts-Kanoniker in Goslar. Der König berief ihn im Jahr 1066 zum zehnten Bischof von Meißen. Hier wirkte er 40 Jahre lang. Er predigte den christlichen Glauben beim slawischen Volk der Sorben.

Im Krieg des Königs mit den Sachsen und auch im schweren Streit zwischen Heinrich IV. und Papst Gregor VII. um die Bestellung von Bischöfen (dem so genannten Investiturstreit) bemühte er sich um Frieden. Zeitweilig musste er ins Exil gehen. Daran knüpft sich eine Legende: Beim Verlassen seiner Bischofsstadt warf er den Domschlüssel in die Elbe, um dem vom König ernannten Gegenbischof den Zugang zum Dom zu verwehren. Er fand ihn wieder in einem Fisch, den man zu seiner Rückkehr servierte. Fisch und Schlüssel sind in der Kunst die Attribute Bennos geworden.

Bischof Benno starb am 16. Juni 1106 und wurde in seinem Dom begraben.

Quelle: https://www.erzbistum-muenchen.de/glaube/heilige-selige/heiliger-benno/cont/69341

Elisabeth von Thüringen

19. November

geboren 1207 als Tochter des Königs Andreas II. von Ungarn und seiner Gemahlin Gertrud von Andechs, wurde im Alter von einem Jahr mit dem späteren Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen verlobt und 1211 nach Thüringen gebracht, wo sie von der frommen Landgräfin Sophie erzogen wurde.

1221 heiratete Elisabeth Ludwig und schenkte ihm in glücklicher Ehe drei Kinder, den späteren Landgrafen Hermann, Sophie, die Herzogin von Brabant wurde, und Gertrud, nachher Meisterin von Altenberg.

Als Ludwig bei dem Kreuzzug Kaiser Friedrichs II. am 11. Juli 1227 in Italien gestorben war, wurde Elisabeth von ihrem Schwager Heinrich Raspe ihres Wittums beraubt, musste die Wartburg verlassen und geriet in größte Not. Ihre Verwandten und ihr Beichtvater Konrad von Marburg zwangen Heinrich, Elisabeth eine Abfindung zu geben. Mit diesen Gütern gründete sie ein Spital in Marburg, wo sie die Armen und Kranken pflegte.

1228 legte Elisabeth das Gelübde der Armut und Weltentsagung ab und wurde Franziskaner-Terziarin. Ganz erfüllt vom Geist des hl. Franziskus, wollte sie in der Nachfolge Christi leben und auch sein Leiden und Kreuz auf sich nehmen. Unter tiefster Selbsterniedrigung lebte sie nur noch den Werken der Buße und der Nächstenliebe.

Am 17. November 1231 gestorben, wurde sie am 19. desselben Monats in der Kapelle des Franziskushospitals beigesetzt. Bereits am 27. Mai 1235 wurde sie heilig gesprochen. Zur selben Zeit wurde mit dem Bau der Elisabethkirche begonnen, wohin später ihre Gebeine in einen kostbaren Schrein übertragen wurden.

Landgraf Philipp von Hessen nahm 1539 die Reliquien heraus, um ihre Verehrung zu beenden. Seit dieser Zeit ist der Großteil der Reliquien verschollen. Das Haupt Elisabeths wird in der Klosterkirche St.-Elisabeth in Wien, Landstraßer Hauptstraße, verehrt. Nach der Erhebung der Gebeine Elisabeths wurde eine Reliquie dem Kloster Altenberg bei Wetzlar gegeben, wo ihre jüngste Tochter Gertrud erzogen wurde. Seit der Säkularisation wird diese Reliquie in der jetzigen Pfarrkirche von Sayn aufbewahrt. Andere Reliquien kamen 1270 in den Dom zu Halberstadt. Eine kleine Reliquie befindet sich im Dom zu Udine. Der Überlieferung nach befinden sich Teile ihres Brautkleides, ein Brustkreuz und eine Pax-Tafel im Heiltumschatz von Kloster Ansechs.

Patronin von Thüringen und Hessen, des Deutschen Ordens, der Caritasvereinigungen; der Bäcker, Spitzenmacherinnen, Witwen, Waisen, unschuldig Verfolgten, Bettler, aller Notleidenden.

dargestellt als junge Frau in fürstlichen Gewändern oder in schlichter Kleidung, Armen die Füße waschend oder Almosen spendend, mit Korb voller Rosen, Weinkrug, Kirchenmodell.

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Quelle: https://heilige.de/de/heilige/saints.78.html

Gedenktag: 28. August

Augustinus: Der große Konvertit

Als einer der wichtigsten Kirchenväter entwickelte er die Kirchenlehre und die Traditionen des Christentums entscheidend weiter: Am 28. August gedenkt die Kirche des heiligen Augustinus.

Von Saskia Gamradt | Bonn - 01.03.2015

Papst Benedikt XVI. nannte ihn "einen der größten Konvertiten der Kirchengeschichte" und erwies ihm in seiner Sozialenzyklika "Caritas in veritate" seine Reverenz: Aurelius Augustinus ist einer der berühmtesten Kirchenlehrer, der die abendländische Geistesgeschichte maßgeblich prägte. Als einer der Kirchenväter entwickelte er die Kirchenlehre und die Traditionen des Christentums entscheidend weiter.

Am 13. November 354 n. Chr. im nordafrikanischen Thagaste geboren, wollte der junge und begabte Augustinus ein Rhetorik-Studium absolvieren. Der ehrgeizige Student entdeckte bald die von Platon beeinflusste philosophische Schrift Ciceros, den "Hortensius". Als Kind christlich erzogen, reichte nun die bisherige Bibellektüre nicht mehr. Er entfernte sich vom christlichen Glauben. Auf der Suche nach einer tieferen Wahrheit schloss er sich den Manichäern an, einer in Afrika weitverbreiteten Erlöserreligion mit christlichen Anklängen.

Vierzig Lebensjahre als ein langes Gebet

Nach seinem Studium kletterte er die Karriereleiter hinauf: Er etablierte sich zunächst als Rhetoriklehrer, wechselte von Karthago nach Rom, bis er schließlich ein verlockendes Stellenangebot aus Mailand erhielt. Seine Beziehungen halfen ihm, die Anstellung als städtischer Rhetoriklehrer in der Kaiserresidenz zu bekommen – den höchsten Posten, den man zu dieser Zeit im Bildungsbereich erringen konnte.

Patron der Theologen, Buchdrucker und Bierbrauer; für gute Augen

In Mailand lernte Augustinus Bischof Ambrosius kennen. Fasziniert von dessen sprachlichen Fähigkeiten und Bibelauslegung, verkehrte Augustinus fortan in christlichen Kreisen. Die Bibel entdeckte er für sich neu, besonders der Apostel Paulus hatte es ihm angetan, sodass es zu seiner Bekehrung zum Christentum kam. Zehn Jahre später hat er diesen Wandel in den "Confessiones" ("Bekenntnisse") aufgeschrieben. Das Werk liest sich wie ein einziges langes Gebet und gibt detailliert seine ersten vierzig Lebensjahre wieder. Eine besondere Rolle im Leben des bedeutenden Theologen spielt das folgende Schlüsselerlebnis: Im Garten sitzend hört er eine Kinderstimme, die ihn auffordert, die Bibel zu lesen. Daraufhin schlägt er die Paulus-Schriften auf, und was Augustinus dort liest, fasziniert ihn so sehr, dass er sich mit gleichgesinnten Freunden auf ein Landgut nördlich von Mailand zurückzieht. Allen weltlichen Dingen kehrte er den Rücken zu, übte einen klösterlichen Lebensstil in Enthaltsamkeit und konzentrierte sich gänzlich auf seine Studien.

Erfüllung im Jenseits

Ostern 387 ließ er sich von Bischof Ambrosius taufen. Augustinus zog zurück in seine Heimatstadt Thagaste, wo er in klösterlicher Gemeinschaft ein christlich-philosophisches Leben führte. 391 wurde er während eines Kirchganges in Hippo Regius auf die Bitte der Stadtbevölkerung hin zum Priester geweiht und wenig später zum Bischof. Den Rest seines Lebens verbrachte er in dem Küstenstädtchen, dem heutigen Annaba in Algerien. Dort arbeitete er als Seelsorger und half den in Not geratenen Bewohnern und Kranken.

Die heilige Monika von Tagaste mit ihrem Sohn, dem späteren Kirchenvater Augustinus.

Augustinus' Schaffenskraft war enorm: Wie es für einen Kirchenvater typisch ist, interpretierte er mit dem Wissen aus verschiedenen philosophischen Strömungen die Schriften der Bibel und entwickelte eine Theologie, die weit über das bis dato herrschende Verständnis hinausging.

Bahnbrechend war seine christliche Geschichtstheologie, die er in der Schrift "De civitate Dei" ("Vom Gottesstaat") festhielt. Die Eroberung und Plünderung Roms durch die Westgoten veranlasste ihn dazu. In der Schrift beschreibt Augustinus seine Grundgedanken über Glauben und Historie. Seiner Auffassung nach liegt die Erfüllung des Menschen und der Geschichte im Jenseits. Das Leben im Diesseits sei eine Pilgerschaft, die im ewigen Frieden Vollendung finde.

Zum Ende seiner "Pilgerschaft" verfasste Augustinus die "Retractiones", ein kritisches Verzeichnis seiner Werke, das er aber nicht vollenden konnte. Während der Belagerung Hippos durch die Vandalen starb er am 28. August 430 im Alter von 76 Jahren.

Von Saskia Gamradt

Quelle: https://www.katholisch.de/glaube/unsere-vorbilder/der-groe-konvertit

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